Lokale Agenda 21 Treptow-Köpenick

 

 

 

 





Im Südosten Berlins:
Treptow-Köpenick
Geschichte, Moderne
und sehr viel Natur

 


1. Global: Von Brundtland nach Johannesburg


Nachhaltigkeit ist keine Erfindung der deutschen Politik dieser oder der vorhergehenden Wahlperioden. Mit seinen Nachhaltigkeitsaktivitäten knüpft Deutschland an die vielfältigen staatlichen wie gesellschaftlichen Prozesse auf globaler Ebene an, durch die sich Nachhaltigkeit in den vergangenen Jahrzehnten zu einem weltweit anerkannten Leitbild entwickelt hat. Ein umfassender Ansatz zur nachhaltigen Entwicklung fand sich erstmals im

Bericht der Brundtland-Kommission von 1987:
„Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.“
(Weltkommission für Umwelt und Entwicklung, „Brundtland-Kommission“, 1987.)

Schon im Jahr 1992 erhob die Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro die „nachhaltige Entwicklung“ zum zentralen Leitbild globalen Handelns. Mit der Agenda 21 schuf sie ein globales Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert. Dieses verpflichtete die Unterzeichnerstaaten, bis 2002 eine nationale Strategie zu entwickeln, die eine nachhaltige Entwicklung zum Ziel hat.
Der Gipfel von Rio de Janeiro ist Symbol eines neuen Bewusstseins für die gemeinsame Verantwortung der Weltgesellschaft. Es umschließt die internationale Staatengemeinschaft wie die Zivilgesellschaft. Durch diesen Gipfel wurde der Nachhaltigkeitsgedanke über die Akteure der Umwelt- und Entwicklungspolitik hinaus weltweit verbreitet.

Inzwischen zieht sich das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung sowohl durch die globale als auch die europäische und deutsche Politik. Die Vereinten Nationen haben 1992 eine Kommission für nachhaltige Entwicklung (United Nations Commission on Sustainable Development – CSD) eingerichtet. Als Untergliederung des Wirtschafts- und Sozialrats der Vereinten Nationen hat sie die Aufgabe, die Umsetzung der Ergebnisse der Rio-Konferenz voranzubringen.

2002 fand in Johannesburg ein weiterer Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung statt, der die Vereinbarungen von Rio mit neuen Zeitzielen und Handlungsprioritäten fortgeschrieben hat.


Nachhaltigkeit

http://www. nationale-Nachhaltigkeitsstrategie.de
http://www.nachhaltigkeitsrat.de

Nachhaltigkeit



Quelle: Bundesregierung (Hrsg.): Fortschrittsbericht 2008 zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie. Berlin 2008



2. Lokal: Die Lokale Agenda 21 Treptow-Köpenick „Global denken – Lokal handeln“

Mit der Agenda 21, einem Arbeitsprogramm für das 21. Jahrhundert, zu dem sich in Rio 179 Staaten bekannt haben, wurden die Regierungen aufgefordert, nationale Strategien zu erarbeiten. Den Kommunalverwaltungen wird im Kapitel 28 der Auftrag erteilt, gemeinsam mit ihren Bürgern in einem Konsultationsprozess eine Lokale Agenda 21 zu erarbeiten. Auch darin ist festgehalten: Das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung (sustainable development) definiert eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.
Der Begriff Nachhaltigkeit setzt dabei folgende ethische Entscheidungen voraus:
1. Jede Generation muss ihre Aufgaben lösen und darf sie nicht kommenden Generationen aufbürden.

2. Jede Generation hat die Verpflichtung, künftigen Generationen eine intakte Natur, unabhängig davon, wie hoch die produzierten Wohlstandsleistungen sind, zu hinterlassen. Dieses Werturteil ist nicht verhandelbar.
(Studie des Wuppertaler Instituts “Zukunftsfähiges Deutschland“, 1996, S. 26)

3. Chancengleichheit muss innerhalb einer Generation bestehen und weltweit Gültigkeit haben.
Neben dem Bekanntmachen und dem Verständnis für nachhaltige Prozesse ist eine Handlungsstrategie notwendig, die unter anderem die Themen:
– solidarisches Verhalten und friedliche Konfliktlösungen,
– Veränderungen in Produktionsweise und Konsumverhalten sowie
– neue Partizipationsmöglichkeiten für Bürger in Planungsprozessen
einschließt.

Die Lokale Agenda 21 Treptow-Köpenick beinhaltet in ihrer Handlungsstrategie dazu Leitbilder, Indikatoren und Maßnahmen.
Für den Konsultationsprozess erwies sich ein Drei-Säulen-Modell – bestehend aus der Bezirksverwaltung, dem Forum Umwelt und Entwicklung sowie dem Ökumenischen Forum – als geeignet.



Zu den wichtigsten Bestandteilen im Agenda-Prozess zählen Arbeitsgruppen in Bereichen wie Umweltbildung, Computer-Recycling und Städtepartnerschaft, die nachhaltiges, also zukunftsgerichtetes Handeln befördern sollen.

In Treptow-Köpenick hat die Kommunale Ökumene Verantwortung bei der Gestaltung der Lokalen Agenda 21 übernommen. Christen arbeiten gemeinsam für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung.

Am 26. und 27. September 2008 feierten Akteure den 15. Jahrestag des Lokalen Agenda 21-Prozesses Treptow-Köpenick.

 

2012 bietet die Konferenz der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro konkrete Chancen, nachhaltiges Wirtschaften als globale Herausforderung zu erkennen und die institutionellen Strukturen für die internationale Zusammenarbeit im Bereich Umwelt/Nachhaltigkeit zu verbessern (s. unter Aktuelles/Termine).

 

Laden Sie das vollständige Dokument "Grundlagen der nachhaltigen Entwicklung" als pdf-Datei.

Laden Sie das Dokument "Struktur der Lokalen Agenda 21 Treptow-Köpenick" als pdf-Datei.

Laden Sie das Dokument "Ökumenisches Forum" als pdf-Datei.